Rhoden in Waldeck
 
Alt-Rhoden
Zur Geschichte von Alt-Rhoden

Auf einem sanften Höhenrücken wurde in historisch nicht genau fassbarer Zeit im Tal von Lauke und Walmebach die Siedlung Alt-Rhoden gegründet. Bodenfunde lassen darauf schließen, dass hier schon um das Jahr 800 ein karolingischer Hof gestanden hat. Um 978 ist Alt-Rhoden Corveyscher Besitz. Radi (um 978), Rothum (1020), Rothen (1231) und  Roden (1294) sind als Namen nachgewiesen.

1020 wurde Alt-Rhoden von Graf Dodico dem Stift Paderborn geschenkt. 1021 wurde diese Schenkung von Kaiser Heinrich ll bestätigt. Die Kirche war Pfarrkirche.

Die Bürger von Alt-Rhoden siedelten sich im 13. Jahrhundert im Schutze der Burg Rhoden an. Die Pfarrei wurde schon bald darauf in die Stadt verlegt. Die dem heiligen Bartholomäus gewidmete Kirche war aber noch über viele Jahrhunderte Begräbniskirche für die zum Kirchspiel gehörenden Orte Rhoden, Wrexen, Ammenhausen, Dehausen und den Orpegrund.

Rhoden erhielt im Jahr 1244 von Graf Adolf die Stadtrechte verliehen. Alt-Rhoden wurde verlassen und fiel wüst. Flurnamen wie "Am Markt", "Am Geldweg", "Landwehr", "Am Storchennest" usw. weisen noch heute auf die alte Siedlung hin. Die Kirchenruine von Alt-Rhoden zeugt von der tausendjährigen Geschichte unserer Stadt.
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Weitere Informationen mit geschichtlichen Details, Erläuterungen, baugeschichtlichen und kulturellen Angaben sowie Beschreibungen der Grabsteine sind der Broschüre:
 "Alt Rhoden  -  Ein Führer durch Geschichte, Kirchenruine und Kirchhof" zu entnehmen. Sie ist erhältlich bei der Stadtverwaltung "Information/Touristik" im Rathaus.